Texttheater

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Beim Texttheater wird ein Text szenisch dargestellt, wodurch ein neuer Zugang und neue Interpretationsmöglichkeiten entstehen.

Beschreibung

Das Texttheater ist eine Methode, bei der SuS einen Text szenisch darstellen, indem sie diesen zerstückeln, kürzen, wiederholen, intonieren und ein- oder mehrstimmig vortragen. Die Schülerinnen und Schüler werden dafür in eine Reihe gestellt. Jedem SuS wird dafür ein Teil des Textes zugeordnet, welchen er oder sie auf den Fingerzeig der Lehrperson vorträgt. Der Ausgangstext wird dadurch verfremdet und kann, auf Basis der Aufführung, neu interpretiert werden (vgl. Jahnke-Klein & Meyer 2012).

Differenzierungsmöglichkeiten

Die Differenzierung dieser Methode findet hauptsächlich über die Auswahl des Textes statt, da diese das Anforderungsniveau der anschließenden Interpretation bestimmt. Davon abgesehen ist es möglich, Schülerinnen und Schülern, deren Memorierfähigkeit noch nicht ausgereift ist, statt Sätzen oder Satzfragmenten, nur einzelne Worte zuzuorden, die sie sich merken müssen.

Tipps

Für diese Methode ist die Auswahl des Textes besonders wichtig. Er sollte die SuS unmittelbar ansprechen und sie zum Kommentieren und Parodieren einladen, damit sie eigene Erfahrungen, Interessen und Fantasien zum Textthema einbringen können.

Material

Ein geeigneter Text und Platz, um die SuS eine Reihe bilden zu lassen

Variation

Wenn die SuS mit der Methode des Texttheaters bereits vertraut sind, kann die leitende Rolle, die der Lehrer für gewöhnlich einnimmt, auch durch einen Schüler übernommen werden.

Quellen

Jahnke-Klein, S.; Meyer, H. (2012). Kreative Methoden zur Seminar- und Unterrichtsgestaltung. Oldenburger VorDrucke 599. S. 37 – 44.