Wortwiese

Die Methode Wortwiese ist von der Mind-Map Methode abgeleitet und eignet sich zur Vorwissensaktivierung, Hinführung, Erarbeitung und Ergebnissicherung einer Einheit. Mit der Wortwiese werden wichtige Begriffe, neue Erkenntnisse und bereits vorhandenes Wissen festgehalten. Es wird eine Pinnwand mit grünem Untergrund für die Schülerinnen und Schüler (SuS) vorbereitet. Als stiller Impuls können aus einem Umschlag bereits beschriebene Blütenblätter zu einem Thema herausgezogen und angepinnt werden. Die SuS äußern sich und geben Rückmeldung über ihr Vorwissen. In der Mitte der Wiese wird eine Fläche frei gelassen, sodass die SuS selbstständig auf das Kernthema stoßen. In der folgenden Arbeitsphase können die SuS in Partner-, Gruppen- oder Einzelarbeit Blüten mit neu entdeckten oder ergänzenden Begriffen, Halbsätzen oder Stichpunkten beschreiben. Diese werden im Plenum besprochen und an die Wortwiese gepinnt. Die Pinnwand kann nach Beenden der Unterrichtssequenz stehen bleiben und im weiteren Verlauf der Einheit zur Ergebnissicherung mit weiteren Blüten beliebig ergänzt werden.

Modell einer angefangenen Beispiel-Blumenwiese zum Thema „Kinder und Bibel – Wege der Begegnung“

Differenzierungsmöglichkeiten

Um die Inhalte differenziert zusammenzutragen und thematische Zusammenhänge darstellen zu können, bietet es sich an die Blumen farblich anzuordnen. Ob eine Fläche in der Mitte der Wiese frei gelassen wird ist variabel und hängt von den Themen ab. Gegebenenfalls kann das Oberthema zu Beginn angepinnt und/oder der stille Impuls weggelassen werden. Sollte Wert auf die Sortierung nach Unterthemen gelegt werden bzw. wenn diese sich anbietet (Mind-Map-Prinzip), können die Blumen auch um ein angepinntes Unterthema (farblich) herum angeordnet werden.

Tipps

Die SuS sollen auf eine Entdeckungsreise mitgenommen werden, bei der sie Blumen pflücken und ihnen Lust auf die Erarbeitungsphase gemacht wird. Um als Lehrkraft einen Überblick zu behalten, dass die wichtigsten Begriffe und Inhalte einen Platz auf der Wortwiese gefunden haben, kann mit Hilfe der Methode Wortwolke eine Musterlösung erstellt werden. Hier wird der zu erarbeitende Lehrtext o.ä. eingefügt und die meist genannten Wörter herausgefiltert. Die Häufigkeit der Begriffe wird mit Hilfe der Größe der Wörter dargestellt. Die Methode Wortwolke lässt sich ebenfalls gut in den Unterricht einbauen. Sie kann als Deckblatt oder Gedankenstütze für die Unterlagen der SuS dienen. Zusätzlich gehen so die Ergebnisse der Pinnwand-Wortwiese nicht verloren. Es bietet sich auch an die fertige Wortwiese abzufotografieren und den SuS auszuteilen.
Ein Beispiel für eine selbsterstellte Wortwolke findet sich hier: Wortwolke_Kinderbibel

Material

Pinnwand (mit grünem Untergrund), Papierblumen (in verschiedenen Farben), Briefumschlag, Stecknadeln, Klebestift, Stifte

Variation

Die Methode Wortwiese ist nicht auf das Bild der Blumenwiese beschränkt. Sie lässt sich mit beliebig vielen Formen und Farben umsetzen. Ergebnisse, die als gesichert gelten sollen, können beispielsweise direkt aufgeklebt, Zwischenergebnisse, die weiter besprochen/diskutiert werden sollen, werden zunächst mit Stecknadeln gesichert. Das Mind-Map-Prinzip lässt sich u.a. mit Bildern oder (leichten) Gegenständen erweitern.
Anstelle einer Pinnwand kann die Methode auch auf Plakaten Anwendung finden, die beispielsweise in Gruppenarbeit erstellt werden. Je nach gegebener Zeit kann die Lehrkraft die Blüten von den SuS ausschneiden lassen.

Quellen