Beschreibung
Die Methode kann auf folgende Art und Weise durchgeführt werden:
- Die Lerngruppe sitzt in einem Sitzkreis zusammen.
- Eine Person aus der Lerngruppe wird von der Lehrperson ausgewählt und darf sich in die Mitte des Sitzkreises setzen.
- Sie/Er erhalten eine „Warme Dusche“.
- Der Reihe nach dürfen die Lernenden der Person in der Mitte ein Kompliment aussprechen. (positive Eigenschaften oder positive Fähigkeiten.)
- Nachdem die Person in der Mitte ihre „Warme Dusche“ erhalten hat, ist die nächste Person an der Reihe.
Die Teilnahme an der Methode ist freiwillig und die Lernenden haben die Möglichkeit, auch nur passiv am Geschehen teilzunehmen. Durch diese Form der Anerkennung wird das Augenmerk auf die positive Betrachtung anderer Personen gelenkt, welche das soziale Zusammenleben stärkt.
Variation
Folgende Variationen sind möglich:
- Die Methode „Warme Dusche“ kann variiert werden, indem am Anfang jedes Schultages als Ritual eine andere Person an die Reihe kommt, welche die „Warme Dusche“ erhält. Zudem
können die Lernenden aufstehen und die Person in der Mitte mit der Hand an der Schulter berühren, was eine noch persönlichere und stärkere Wirkung auf die
Person in der Mitte haben kann.
Differenzierung
Folgende Differenzierungen sind denkbar:
- Eine Möglichkeit bietet das Weiterreichen eines Steines. Die Komplimente werden laut ausgesprochen und auf den Stein übertragen. Lernende, denen das Aussprechen
von Komplimenten oder das Sprechen vor einer Gruppe schwerfällt, haben die Möglichkeit, den Stein in die Hand zu nehmen und ihre Gedanken auf den Gegenstand zu übertragen.
Die Person, der die Komplimente gelten, kann den Stein nach der „Warmen Dusche“ behalten. - Eine weitere Möglichkeit ist, die Methode schriftlich durchzuführen. Es können Briefe geschrieben oder Bilder gemalt werden. Dies kann ebenfalls den Lernenden helfen, denen es schwerfällt Komplimente anzunehmen.
Tipps
Die Lehrkraft sollte eine vertrauensvolle Umgebung schaffen und jederzeit darauf achten, dass alle SuS im Sinne der Methode handeln, so dass kein Kind soziale Ausgrenzung o.Ä.
erfährt.
Literatur
Spendlhofer, A. (2012). Zur Förderung sozialer Kompetenzen im Grundschulbereich Möglichkeiten und Grenzen der Auswirkungen von Ritualen. Wien.
Kirschbaum, K. (2021). Soziales Lernen m. kleinen Tiergeschichten – SoPäd: Methoden und vielfältige Arbeitsblätter zur Förder ung der Sozialkompetenz (2. bis 4. Klasse). Auer Verlag.